Gequälte Liebe


I

Du hast mir Dein Herz verschlossen
und läßt es nur selten erweichen.


Du läßt mich draußen frieren.
Ich kann Dich nicht erreichen.


Du hältst Deine Lippen geschlossen.
Schenkst Du mir noch Vertrauen?


Du läßt mich ohne Antwort.
Kann ich noch auf Dich bauen?


Du ließest zu Boden mich sinken
und reichtest mir nicht die Hand.


Oh, bitte, laß mich trinken
in dem mir vertrauten Land,


das ohne Dich mir verschlossen,
für immer Vergangenheit.


Wie wird die neue Zeit?


II


Hätte ich einen Wunsch frei,
wär`s der, daß Du zärtlich seist -

und mich vom Leid erlösest,
meidetest unseren Streit.

Möchte nicht ewig leiden,
von Sehnsucht ganz verzehrt.


III


Ich kann es nicht verstehen
warum Du nicht vermißt,
glücklich mich zu sehen,
wissend, daß Du es bist.