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Lauterbacher Anzeiger 05.09.2008:
Ich
fühlte mich immer wie im Feindesland
(Telefoninterview mit Mathilda Wertheim-Stein, die in Lauterbach
aufwuchs
und 1934 vor den Nazis floh)
Abends
flog ein großer Backstein durch das Fenster
(Erna Marx verließ Lauterbach zu ihrer eigenen Sicherheit -
"Die Menschen waren auf einmal so hasserfüllt)
Das Leben der jüdischen Mitbürger in Lauterbach
Am 10. November 1938 markierte die von den Nationalsozialisten selbst so genannte "Reichskristallnacht" den Auftakt zur gnadenlosen Unterdrückung der jüdischen Mitbürger, die schließlich in der kühl geplanten Vernichtung von Millionen Menschen gipfelte. Auch in Lauterbach brannte in der Nacht vom 10. auf den 11. November 1938 die Synagoge, kam es zu Übergriffen. Der 50. Jahrestag des Progroms war für eine historisch engagierte Arbeitsgruppe der Anlaß, dem Leben der israelitischen Gemeinde vor der Judenverfolgung - ab 1933 - nachzugehen. Etliche Recherchen wurden angestellt, Interviews brachten verschüttet Geglaubtes ans Licht der Gegenwart. Ziel des Projektes sollte nicht eine heute unproduktive Schuldzuweisung sein; vielmehr war man der Ansicht, daß auch das Beispiel Lauterbach Gelegenheit bietet, diese Historie von fabulösen Vorstellungen freizuhalten. Deshalb soll dargestellt werden, was konkrete Menschen konkret erlebt haben...
Sonderseiten des Lauterbacher Anzeigers
Ausgabe Nr. 263 vom 10.11.1988:
Seite 1
Seite 2
Frau W. und Frau K. erinnern sich
(Oberhessische Volkszeitung 10.11.1988)

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