{"id":2040,"date":"2013-04-07T17:48:54","date_gmt":"2013-04-07T15:48:54","guid":{"rendered":"http:\/\/marionschneider.com\/?p=2040"},"modified":"2013-04-07T17:48:54","modified_gmt":"2013-04-07T15:48:54","slug":"polenreise-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.marionschneider.com\/de\/polenreise-2\/","title":{"rendered":"Polenreise"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"mso-bidi-font-family: Arial; mso-ansi-language: DE;\">M\u00e4rz 1991<\/span><\/p>\n<p>18.03.91<\/p>\n<p>Mein erstes gro\u00dfes Abenteuer (kleinere gab es zuvor auch schon) muss ich notieren:<\/p>\n<p>Wir fuhren also kurz vor der polnischen Grenze schon eine Stunde hin und her, da der Busfahrer wegen des dringenden Wunschs, noch vor der Grenze zu tanken, die Autobahnauffahrt erst wieder in einem gro\u00dfen Umweg erreichen konnte, bevor wir die Grenze dann endlich doch erreichten. So hatten wir noch Gelegenheit, die reichlich verfallenen H\u00e4user und das gef\u00fchllose Nebeneinander von Industrie und Wohnen in der N\u00e4he von Frankfurt\/Oder betrachten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir mussten an der Grenze warten und entgegen der Abschaffung der Visumpflicht mussten wir schon im Dezember die Visa-Formulare ausf\u00fcllen. Als im Verlauf des Formulars die Frage folgte, ob ich schon in Polen gewesen sei (ich war ja mal 1 Tag in Warschau), wollte ich mich noch mal im Reisepass vergewissern und erkenne, dass ich Klaus\u2019 Reisepass in H\u00e4nden halte. Meiner liegt also zuhause im Schreibtisch. &#8222;Nur nicht die Nerven verlieren!&#8220; denke ich und trage halt in Ermangelung einer anderen Klaus\u2019 Reisepass-Nummer ins Formular ein. Ab jetzt hoffe ich, dass nur die Formulare eingesammelt werden. Aber nein! Wir m\u00fcssen die Formulare in die P\u00e4sse legen und alles wird vom Busfahrer im Zollh\u00e4uschen abgegeben. Der Passkontrolleur kann mich hervorragend sehen. Ich sitze im Profil etwa zwei<span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0 <\/span>Meter von ihm entfernt, durch den Bus etwas erh\u00f6ht. Ich beschlie\u00dfe, so zu tun, als w\u00fcsste ich nichts und mich um nichts zu k\u00fcmmern. Ich lese. So kann ich leider nicht sehen, wie er, der Zollbeamte, das alles abwickelt. Er stempelt jedenfalls die \u00fcberholten Visaformulare und die P\u00e4sse ab, nur unterbrochen von unserem Busfahrer, der ihm ein paar Flaschen Cola zur St\u00e4rkung bringt. Was geschieht? Alle P\u00e4sse kommen mit Stempel zur\u00fcck, der Reiseleiter verteilt. Meine H\u00e4nde sind immer noch feucht, denn er kann es schlie\u00dflich bemerken. Alle P\u00e4sse werden von ihm aufgeschlagen, um per Passfoto den Inhaber ausfindig zu machen. Ich beschlie\u00dfe, weiterhin von nichts zu wissen, diesmal aber au\u00dferhalb der unmittelbaren Gefahrenzone alles genau zu beobachten. So sehe ich, dass au\u00dfer drei P\u00e4ssen alle verteilt sind, und von den drei letzten kann nur der untere &#8222;meiner&#8220; sein, da die beiden anderen noch alte, gr\u00fcne sind, die neuen und &#8222;meiner&#8220; sind ja violett. Also sage ich souver\u00e4n: &#8222;Das ist meiner&#8220; und er wird nicht aufgeklappt. Ist das noch Zufall?<\/p>\n<p>Zuvor noch eine Episode: Der Reiseleiter gibt mir einen Pass und sagt: &#8222;Ist das Ihrer?&#8220; Ich schlage ihn auf und es ist der meines Hintermannes. &#8222;Sehr witzig&#8220;, sage ich &#8230;<\/p>\n<p>Last not least: Um mein Schicksal zum Guten hin zu beeinflussen, habe ich, w\u00e4hrend der Zollbeamte die P\u00e4sse \u00f6ffnete, mein Polnischbuch &#8222;Polnisch f\u00fcr Anf\u00e4nger&#8220; m\u00f6glichst hoch gehalten, um ihn positiv zu beeinflussen &#8230;<\/p>\n<p>So ist das Leben.<\/p>\n<p>20.03.91<\/p>\n<p>Zwei Tage in Polen. Genau gesagt: zwei Tage in Schlesien, im s\u00fcdlichsten Industriegebiet. Jede zweite Fabrikanlage steht still und verf\u00e4llt hier in der Region Watbczyck, dem fr\u00fcheren Walchenburg. In dieser Gegend war bis zum Ende des zweiten Weltkrieges die \u00fcbergro\u00dfe Mehrheit deutsch und siedelte 1945 um. Das ist ein wichtiger Hintergrund f\u00fcr diesen erschreckend verfallenen Zustand hier. Ich denke, dass etwa jedes 20. Haus verfallen ist und jedes 15. in einem substanzbedrohten baulichen Zustand. Offensichtlich wird hier fast alles mit Braunkohle beheizt. Das ist ein Gefahre und Geschaukele der Kohle wegen! Und es stinkt nat\u00fcrlich. Am ersten Morgen kam die Sonne gar nicht durch, weswegen die Sichtweite nicht mehr als 100 Meter betrug. Der Nebel ist stickig, das Atmen kratzt im Hals, eine Erk\u00e4ltung, die ich gerade hatte, bekommt man hier sicherlich so schnell nicht mehr los. Die Geb\u00e4ude sind vielfach schmutzig und es herrscht Mangel an Putz, weshalb der Verfall beschleunigt wird.<\/p>\n<p>Schlimmer als all das ist der Umgang der hier wohnenden Menschen mit der Natur. Die B\u00e4ume sterben, das Land wird nur als Mittel zum Zweck benutzt, der Abfall wird r\u00fccksichtslos weggeworfen. Brutal gesagt sieht es hier aus wie auf einem riesigen M\u00fcllhaufen. Wir waren heute im Eulengebirge, doch der Spaziergang durch den gro\u00dfen Wald bei dem ehemaligen Arbeitslager Riese konnte mich nicht tr\u00f6sten. Sicher, die Luft war besser, doch der Wald ist krank. Der Wald ist auch bei uns krank. Dazu kommt wohl noch dieses schreckliche Verm\u00e4chtnis des Nationalsozialismus, diese Betonbauten mitten im Wald, Tunnelg\u00e4nge, Katakomben, von Sklavenarbeitern gebaut, noch heute wei\u00df niemand genau, zu welchem Zweck, es ist vergleichbar mit dem Tunnelsystem von Ceausescu. Mitten im polnischen Wald, \u00fcber Kilometer. Das Netz der ehemaligen Arbeitslager \u00fcberzieht die ganze Region. Gewiss, man sieht sie vielleicht nicht, wenn man von nichts wei\u00df. Doch die, die hier leben, wissen davon.<\/p>\n<p>Ich habe insgesamt vier Menschen von Watbczyck gefragt, ob es ihnen hier gef\u00e4llt. Keiner hat mit &#8222;ja&#8220; geantwortet, drei vehement mit &#8222;nein&#8220;. Es ist nicht leicht, hier zu leben, allein schon aufgrund der so stark verschmutzten Luft. Ironischer- und zynischerweise befindet sich in direkter Angrenzung an Watbczyck das viertgr\u00f6\u00dfte polnische balneo-klimatische Heilbad Szcawno Zdroj. Seine Geschichte als Kurort reicht mindestens bis ins 13. Jahrhundert. Hauptindikationen waren Metabolismus und Erkrankungen der Harnwege. Ich habe mir Szcawno Zdroj deshalb genauer angeschaut. Die alte Pracht ist noch sichtbar, doch auch hier ist der Verfall das Pr\u00e4gende. Der Verfall macht noch nicht einmal vor den B\u00e4umen des Kurparks Halt. Wie soll er dann eine Ausnahme bei den Menschen machen?<\/p>\n<p>Die Menschen hier sind freundlich, zuvorkommend und sehr h\u00f6flich. Sie sind ausgezeichnete Gastgeber\/-innen, und wir alle f\u00fchlen uns in dieser Hinsicht wohl. Alle sehnen sich nat\u00fcrlich nach dem Luxus und Komfort des Westens. Um ihn schnell zu bekommen, ben\u00f6tigt Polen ein Internationalisierungsprogramm hinsichtlich Sprache (immer noch spricht fast niemand Englisch) und ein konsequentes Aufbauprogramm f\u00fcr Industrie und Umwelt. Doch wo sollen in Polen die vielen ben\u00f6tigten Unternehmerfirmen und Managerfirmen herkommen? Wenn Polen jetzt mit der Entsendung von bef\u00e4higten Leuten in westliche Industriegebiete beg\u00e4nne, k\u00f6nnten schon in zehn Jahren beste Erfolge sichtbar werden. Ohne f\u00e4hige K\u00f6pfe kein erfolgreiches Weiterkommen.<\/p>\n<p>Was kann ich zu dem Lager Gro\u00df Rosen und dem Arbeitslager Riese sagen? Am meisten ersch\u00fcttert mich die perfekte, solide Bauausf\u00fchrung, die selbst an den \u00dcberresten der Lager und Stollen noch zu sehen ist. In Gro\u00df Rosen war selbst f\u00fcr ein Abwasserleitungssystem gesorgt, die Fundamente der Baracken sind zementiert, die Treppen sind f\u00fcr Jahrhunderte gebaut. In die Stollen und Gruben von Riese wurden viele hunderte, vielleicht tausende Tonnen Zement gebracht und mit bestimmt enormen menschlichen Opfern auch verarbeitet. Es stellt sich unwillk\u00fcrlich die Frage: Warum? Mit welchem Sinn?<\/p>\n<p>Alles ist heute stillgelegt, alle Arbeit war umsonst. In dem gro\u00dfen Steinbruch direkt bei Gro\u00df Rosen arbeitet heute niemand mehr. Noch sind die Schienen, die Zugseile und die T\u00fcrme zu sehen. Fast t\u00e4glich gingen hier w\u00e4hrend der Herrschaft des Nationalsozialismus Menschen in den Freitod, sprangen zum Beispiel den teilweise zig Meter hohen Abhang des Steinbruchs hinunter. Das Unerkl\u00e4rliche, Unerfindliche, Unbeschreibliche ist diese Sinnlosigkeit all der Opfer, was den konkreten Zweck betrifft. Es ging aus heutiger Sicht ganz sicher nicht um den Aufbau von Arbeitslagern, das Anlegen eines unterirdischen, geheimen Stollensystems (welches sogar mit Zu- und Abluftsystemen ausgestattet ist), die Ausbeutung irgendwelcher Steinbr\u00fcche und die Herstellung industrieller Produkte, auch Waffen, denn: der Aufwand stand keinesfalls im Verh\u00e4ltnis zum Ertrag. Es ging folglich um etwas anderes. Aber um was?<\/p>\n<p>Eines ist noch anzumerken: Der Saal des Kurtheaters von Szcawno Zdroj ist wundersch\u00f6n. Er vermag es, allen Besuchern eine Freude zu machen. Wir h\u00f6rten dort ein Kammerkonzert mit den Werken von J. + J. Strau\u00df. Jetzt verstehe ich erst, was &#8222;ungepflegte Natur&#8220; bedeutet. Auch in Chile hatte ich das schon gesehen, f\u00fchrte es aber auf die rohe Urbarmachung in kurzer Zeitspanne zur\u00fcck.<\/p>\n<p>21.03.91<\/p>\n<p>Fr\u00fchlingsanfang<\/p>\n<p>Die Kinder Polens feiern ein nationales Fest, tragen den Winter zu Grabe, verkleiden sich nach Lust und M\u00f6glichkeit. Es war sch\u00f6n, in Wroclaw so viele fr\u00f6hliche, freie junge Menschen auf der Stra\u00dfe zu sehen. Stra\u00dfen und Pl\u00e4tze geh\u00f6rten ihnen. Wir kamen nach Gleiwitz, eine Stadt mit einem besonderen Reiz, erinnerte mich an nordfranz\u00f6sische St\u00e4dte. Nat\u00fcrlich verfallen, aber doch sehr lebendig. W\u00e4re da nicht dieser Schmutz. Selbst die Parks sind eine zertrampelte Masse \u2013 ich habe es in Gleiwitz jedoch besonders ersch\u00fctternd gefunden, weil der Park so klein war und das Gr\u00fcn nur noch so wenig. Der Rest: Matsch.<\/p>\n<p>Nun traf ich einen Herrn, den ich fragen konnte, ob das auch im Sommer so sei. Er bejahte und begann, auf die Polen zu schimpfen. Es stellte sich heraus, dass er einer der lebenden verbliebenen Deutschen in Gleiwitz war. Unter der Erde des Parks seien 20.000 russische Soldaten begraben. Viele seien sp\u00e4ter auf einen Friedhof gebracht worden, etliche l\u00e4gen aber noch unter selbiger Erde. In Gleiwitz wohnten vor 1939 ca. 60.000 j\u00fcdische Menschen von insgesamt 180.000 Einwohnern, sagte er mir aufgrund meiner Frage. Er leitete gerne wieder von diesem Thema weg auf seins: dass Adolf Hitler nicht anders konnte und dass er stolz auf Deutsches sei. Seine Augen waren so traurig, so traurig wie die, die ich aus Israel kenne. Jetzt bin ich in Auschwitz. Seit Gleiwitz schon ist es mir \u00fcbel. Hier im Bett erfasst mich Nervosit\u00e4t. Ich werde so schnell nicht einschlafen k\u00f6nnen. Es \u00fcbertr\u00e4gt sich auf meinen K\u00f6rper so etwas in Wellen. Es kommt von der Stra\u00dfe her, an der mein Zimmer liegt. Morgen werde ich wissen, woher genau, denn heute war alles schon dunkel bei unserer Ankunft.<\/p>\n<p>22.03.91<\/p>\n<p>Heute Nacht hatte ich schreckliche Albtr\u00e4ume von Zwangsarbeit. Ich musste unter gro\u00dfem Zeitdruck Shampoo in Flaschen einf\u00fcllen. Ein m\u00e4nnlicher Bekannter war mein Aufseher. Ich wachte nassgeschwitzt auf.<\/p>\n<p>Die Dimension von Auschwitz f\u00fcr die Polen ist mir erst heute zu Bewusstsein gekommen. Wie viele Polen sind u. a. von SS und Wehrmacht ermordet worden? Polen beklagt allein sechs Millionen Todesopfer des 2. Weltkrieges, ganz abgesehen von den sozialen, kulturellen und materiellen Sch\u00e4den, die durch die Vernichtung eines Gro\u00dfteils der geistigen F\u00fchrungselite, die Ausrottung des Judentums, die Um- und Aussiedlung ganzer Regionen, der Bewertung als Untermenschen und die Zwangsarbeit von Millionen von Menschen, das Auseinanderrei\u00dfen von Familien und das Ausspielen der verschiedenen religi\u00f6sen und sozialen Gruppen gegeneinander entstanden sind.<\/p>\n<p>In dem niederschlesischen Gebiet, durch das wir am Anfang fuhren und welches ich grob beschrieben habe, lebten mehr als zur H\u00e4lfte Deutsche, die nach dem 2. Weltkrieg das Land verlie\u00dfen, mehr als 50 % der H\u00e4user standen zun\u00e4chst leer. Und wahrscheinlich ein noch viel h\u00f6herer Prozentsatz der Fabriken verlor ihren Besitzer. Menschen aus dem Osten des Landes zogen zu und begannen, die L\u00fccke zu f\u00fcllen, doch immer mussten die Menschen sich doch noch die Frage stellen, ob oder wann die alten Besitzer wiederkommen. Erst heute bekommen sie vom deutschen Staat verbindliche Antworten.<\/p>\n<p>Auschwitz. So nenne ich fortan das Konzentrations-Stammlager in Ozwiecim, denn in Polnisch hei\u00dft der Ort Ozwiecim und liegt tief im Landesinnern Polens, von deutscher Seite aus gesehen. Ich hatte gro\u00dfe Angst vor der Begegnung mit Auschwitz. Es war das Unbekannte, ein dunkles, tiefes Loch, unvorstellbare, auf mich wartende Geister. Nun, heute Abend, nach einem Tag in Auschwitz bin ich erleichtert und kann wieder gl\u00fccklich sein.<\/p>\n<p>Was ich in Auschwitz sah, wusste ich bereits. Was anders war: die Geb\u00e4ude. H\u00e4user aus Stein, gebrannte Klinker, rot, massiv, kalt. Die R\u00e4ume zwar hoch, aber eigentlich nicht so gro\u00df. Viele Fenster. Es sind fr\u00fchere Milit\u00e4rgeb\u00e4ude. Was mir den Atem verschlug, mich die Beherrschung verlieren lie\u00df, war der Gang durch das Gef\u00e4ngnisgeb\u00e4ude. Die Zellen ohne Fenster, duschkabinengro\u00df, in die 4 Personen \u00fcber Nacht eingesperrt waren, die gr\u00f6\u00dferen Zellen mit entsprechend mehr Menschen, auch ohne Fenster, dicke Holzt\u00fcren davor, Hungerzellen, in denen man die Menschen einfach verhungern lie\u00df. Als ich den Gang hinauf stieg, aus dem Folterkeller wieder heraustrat, kamen mir auch noch eine polnische und die israelische Jugendgruppe entgegen. Ich f\u00fchlte mich so bedr\u00e4ngt, hatte in dem Gang zum Ausgang des Geb\u00e4udes auch keine Ausweichm\u00f6glichkeit, die entsetzten Augen der jungen Leute, mein eigenes Entsetzen wahrscheinlich nochmals widerspiegelnd. Entsetzlich.<\/p>\n<p>Nach diesem Besuch kann ich das Leben in Auschwitz\/Ozwiecim mit festen Bildern verbinden. Das ist wichtig f\u00fcr die k\u00fcnftige Fiktion. Was ich nicht wusste: dass auch viele deutsche, nichtj\u00fcdische H\u00e4ftlinge dort ihr Leben lie\u00dfen. Ich m\u00f6chte diese Frage genauer kl\u00e4ren, die Frage des Verh\u00e4ltnisses Juden\/Nichtjuden unter den Nationalit\u00e4ten in Auschwitz, die dort litten. Ich bin emp\u00f6rt, dass der Anteil der j\u00fcdischen Menschen an den Opfern der einzelnen L\u00e4nder nicht wirklich dargestellt wird in der Museums-Pr\u00e4sentation. Die &#8222;nationale Ausstellung&#8220; mit dem Titel &#8222;M\u00e4rtyrertum der Juden&#8220; ist die letzte Halle und von den anderen abgetrennt, was den Inhalt angeht. Es soll sich jetzt \u00e4ndern. Der Anteil der j\u00fcdischen Menschen soll auch in den &#8222;nationalen Ausstellungen&#8220; selbst zum Ausdruck kommen. Wir werden sehen. Dadurch jedenfalls, dass es im heutigen Polen fast keine Juden mehr gibt, ist das nicht so einfach, wieder mit den Juden zusammenzukommen. All das betrachte ich auch als deutsches Verm\u00e4chtnis.<\/p>\n<p>Beispiel Auschwitz. Neben dem Stammlager gab es fr\u00fcher eine Siedlung, in der vor allem der katholische Teil der Bev\u00f6lkerung Oswiecims lebte; als Auschwitz Stammlager wurde, kam es anfangs zu H\u00e4ftlingsausbr\u00fcchen. Die H\u00e4ftlinge wurden von der umliegenden Bev\u00f6lkerung versteckt. Also wurden diese ausgesiedelt und ihre H\u00e4user wurden einfach niedergerissen. Wo sind sie eingezogen? In die H\u00e4user ihrer j\u00fcdischen Mitb\u00fcrger, welche nach Auschwitz und in die umliegenden Ghettos &#8222;umziehen&#8220; mussten. Was musste das bewirken nach 1945?! F\u00fcr die j\u00fcdischen Menschen gab es kein Zur\u00fcck. Es ist, denke ich, auch nicht zumutbar, den Rest seines Lebens als j\u00fcdischer Mensch neben einem Krematorium zu verbringen, ohne zugleich die Frage der nationalen Identit\u00e4t eindeutig beantworten zu k\u00f6nnen. Die Polen k\u00f6nnen sagen: jetzt ist es <span style=\"text-decoration: underline;\">unser<\/span> Land. Was kann der polnische Jude, die j\u00fcdische Polin sagen, wenn ihre Identit\u00e4t als Juden gleichzeitig ein Tabu, ein Problem darstellt, \u00fcber das nicht offen gesprochen werden kann?<\/p>\n<p>Die israelische Gruppe, die heute Auschwitz besuchte, hatte israelische Fahnen dabei, nicht wenige, und ich denke, sie brauchen es nicht nur, um sich zu ihrer Identit\u00e4t zu bekennen und in ihr die Festigkeit zu finden, die notwendig in der Konfrontation mit dieser Vergangenheit ist, sondern es ist auch gut so, weil sie die anderen mit dem Tabu, dem Problem, welches ja das Tabu, das Problem der anderen ist, konfrontieren. Ich habe mich sehr gefreut, diese Gruppe zu sehen, es aber noch nicht gewagt, &#8222;Shalom&#8220; zu sagen. Ich bin halt doch eher ein sch\u00fcchterner Mensch. Vielleicht war es auch die Angst vor dem Risiko, abgewiesen zu werden.<\/p>\n<p>Morgen fahren wir nach Birkenau.<\/p>\n<p>24.03.91<\/p>\n<p>Gestern waren wir in Birkenau. Birkenau war eine riesige Fabrik des Todes. Sie zu sehen, im Ganzen, in Teilen, vollendet das Bild vom scheinbar sinnlosen Hintergrund des nationalsozialistischen Holocaust. Birkenau ist die Perfektion des Wahnsinns. Nur: welchen Wahnsinns? Ich habe von Birkenau etliche Dias gemacht. Ich hoffe, sie k\u00f6nnen mir erkl\u00e4ren helfen.<\/p>\n<p>Heute sind wir in Krakow, Krakau. Zuerst war unsere Gruppe im j\u00fcdischen Viertel, Kasimierz. Das hat mich sehr erfreut, zumal hier noch zwei Synagogen stehen, eine vom polnischen Staat restauriert und als Museum umgestaltet, eine noch &#8222;aktive&#8220; Synagoge ganz in der N\u00e4he. Allerdings leben in Krakow von den vormals ca. 60.000 j\u00fcdischen Mitb\u00fcrgern nur noch 200, und die werden irgendwann niemanden mehr hinterlassen k\u00f6nnen. Einen Rabbi gibt es nur noch in Warschau, und der musste aus Israel &#8222;importiert&#8220; werden.<\/p>\n<p>Es erschien mir wie ein Wunder, zwei traditionelle Synagogen in Polen zu finden, wo doch fast alle materiellen und immateriellen j\u00fcdischen G\u00fcter der Zerst\u00f6rung zum Opfer fielen. Ich muss sagen, dass ich sehr gl\u00fccklich war. Doch ich bemerkte, dass in der Museums-Synagoge &#8222;etwas nicht stimmt&#8220;. Eine israelische Gruppe wurde durch &#8222;ihre&#8220; Synagoge von einem polnischen F\u00fchrer gef\u00fchrt!? Unsere polnische Stadtf\u00fchrerin erkl\u00e4rte uns, dass die j\u00fcdischen Frauen in der Synagoge abgesondert s\u00e4\u00dfen, weil sie nach j\u00fcdischem Glauben unrein seien. Im Eingangsbereich der Synagoge wurden Kochb\u00fccher mit Rezepten j\u00fcdischer K\u00fcche und Schallplatten verkauft!?<\/p>\n<p>In der noch zu religi\u00f6sen Zwecken gebrauchten Synagoge warteten schon j\u00fcdische F\u00fchrer auf uns. Der dahinter befindliche Friedhof mit seinen Grabsteinen war noch erhalten! Das kam so: die j\u00fcdischen Menschen Krakows wussten von dem Schicksal j\u00fcdischer Synagogen und Friedh\u00f6fe anderswo, legten vor dem Einmarsch der Nazis die Grabsteine um und begruben sie unter der Erde. So blieben sie erhalten. Die Synagoge benutzten die Nazis als Lagerhallen. Die Menschen, die die Synagoge betreuen, Frauen und M\u00e4nner, sind noch heute sehr traurig \u00fcber ihr Schicksal. Muss es eigentlich so sein und bleiben, dass Polen ohne Juden lebt? Objektiv gesehen ist es ein Verlust f\u00fcr beide Seiten. Da ich aber an den H\u00e4userw\u00e4nden noch immer Galgen mit daran h\u00e4ngenden Judensternen gesehen habe, glaube ich, dass es auch gute Gr\u00fcnde gibt, Distanz zu halten.<\/p>\n<p>Doch und doch und doch: Die Feindschaft wird nur sterben durch den Dialog, Hass nur beendet durch den Austausch. Wie lange wird das noch dauern? Es war interessant zu sehen, wie unsere Gruppe auf den Kontakt mit der israelischen Gruppe reagiert. Ich glaube, es ist f\u00fcr alle die schwerste Begegnung, zumal auf polnischem Boden. Es sei denn, das Problem w\u00fcrde sofort verdr\u00e4ngt. Das kann ich noch nicht sagen.<\/p>\n<p>Krakow ist die Stadt mit der \u00e4ltesten Universit\u00e4t des Ostens, mit 10 Theatern und 24 Museen <span style=\"mso-ansi-language: DE;\">\u2013<\/span><span style=\"mso-bidi-font-family: Arial; mso-ansi-language: DE;\"> ein kulturelles Zentrum. Sicher m\u00f6chte ich wiederkommen. Meine Freunde in der Synagoge besuchen.<\/span><\/p>\n<p>Hier in Krakow ist gerade ein Fest auf dem Marktplatz. Die Menschen hier erscheinen mir fr\u00f6hlich und zufrieden. Sie k\u00f6nnen wieder alles kaufen, wenn auch noch nicht immer in erforderlicher Qualit\u00e4t und zu teilweise \u00fcberteuerten Preisen. Doch ein Aufschwung ist zu erwarten.<\/p>\n<p>Die polnischen M\u00e4nner und Frauen sind sehr kinderfreundlich. Von klein auf werden die Kinder von der Kirche betreut. Was die Mutterrolle anbelangt scheint alles recht traditionell, doch die Frauen haben beruflich und sozial offiziell eine tragende Funktion. Polnische Frauen sind tats\u00e4chlich sehr attraktiv und modebewusst, die M\u00e4nner charmant und immer auf die Frauen bedacht. Ich f\u00fchle mich hier wohl.<\/p>\n<p>Was dringend ist, ist die Modernisierung von Industrie und Wohnungsbau. Auf dieser Grundlage wird sich auch das Umweltproblem l\u00f6sen lassen.<\/p>\n<p>Immer noch ist der Wechselkurs nicht in Ordnung. Es ist spottbillig, f\u00fcr uns, hier zu leben und einzukaufen.<br \/>\nBeispiel: 1 Eis, 1 Kuchen, 2 Kaffee: 3 DM.<br \/>\nSch\u00f6n ist es allerdings, frei wechseln zu k\u00f6nnen und auch jederzeit. Es gibt keinen Schwarztausch mehr!<\/p>\n<p>26.03.91<\/p>\n<p>Opole<\/p>\n<p>Heute besuchen wir das zentrale Archiv der Kriegsgefangenenlager hier in Opole. Es ist f\u00fcr die Kriegsgefangenenlager auf dem Gebiet des heutigen Polens und die ehemaligen polnischen Kriegsgefangenen zust\u00e4ndig und verwaltet einen gro\u00dfen Bestand. Das Hotel, in welchem wir untergebracht sind, ist eine gro\u00dfe Zumutung. Ich m\u00f6chte Konkretes allerdings nicht berichten. Momentan liege ich jedenfalls im Bett und FRIERE! Nun l\u00e4sst sich das aber nicht \u00e4ndern. Die Augen vieler polnischer Menschen sind denen vieler israelischer \u00e4hnlich. Sie lassen vergangenes Leid und nicht vergessenen Schmerz erkennen. Traurige Augen k\u00f6nnte man sagen. Augen des Mitgef\u00fchls. Diese Trauer und dieses Mitgef\u00fchl dr\u00fccken sich auch im polnischen Gottesdienst aus, der ja in der \u00fcbergro\u00dfen Mehrheit katholisch ist. Wir wohnten einer Messe in Tschenstochau, dem Herzen des polnischen Katholizismus, bei. Diese Trauer und Hingebung schn\u00fcrte mir die Kehle zu, ohne dass ich dazu ein Wort verstehen musste.<\/p>\n<p>Von allen V\u00f6lkern, die ich bisher kennenlernen durfte, kann ich mir die Polen und Juden als beste Br\u00fcder und Schwestern vorstellen. Sie lebten ja auch so. Ihre Trennung war gewaltsam und ich denke, sie m\u00fcssen sich sehr vermissen. Werden sie wieder zusammenkommen?<\/p>\n<p>28.03.91<\/p>\n<p>Nun ist die Reise zu Ende. Ich befinde mich im D-Zug, eine halbe Stunde vor Fulda, wo ich aussteigen und hoffentlich abgeholt werde. Haben sich meine Erwartungen erf\u00fcllt? Ich habe die Konzentrationslager in Auschwitz, Birkenau und Bergen-Belsen und das Gel\u00e4nde des Kriegsgefangenenlagers von Lambinowice (Lambsdorff) gesehen. Ich haben davon Fotos gemacht. Ich habe die optischen Eindr\u00fccke in mich eindringen lassen. Was die Gesamteindr\u00fccke bei mir bewirkt haben und bewirken werden, kann ich nicht ermessen, noch nicht einmal die Frage beantworten, ob es wichtig war, dort gewesen zu sein. Ich kann h\u00f6chstens sagen: &#8222;Ich glaube schon.&#8220;<\/p>\n<p>Ich muss dar\u00fcber noch st\u00e4rker nachdenken, als ich es bisher tat. Die Zeit wird es zeigen. Ich m\u00f6chte auch nicht durch Vorab-Worte das zerst\u00f6ren, was Ergebnis sein kann.<\/p>\n<p>Ich habe Polen ein wenig kennenlernen k\u00f6nnen, die Sprache und die sie sprechenden Menschen st\u00e4ndig um mich gehabt. Die jungen polnischen Frauen und M\u00e4nner streben nach Eleganz und Weltniveau, ohne ihren Charakter dabei zu verleugnen. Sie werden schon in zehn Jahren in Fragen der Eleganz der Kleidung das Niveau von Frankreich erreichen k\u00f6nnen, in Fragen der St\u00e4dtearchitektur und Inneneinrichtung wird alles noch l\u00e4nger dauern, und hier ist der Stil auch noch nicht so festgelegt. Bei der Kleidung hingegen hei\u00dft es sicher: Paris und Mailand.<\/p>\n<p>Die polnischen M\u00e4nner, die ich auch beim Tanz vorgestern Abend in vielfacher Zahl kennen lernen durfte, sind sehr charmant und auch attraktiv. Sie achten auch in h\u00f6herem Alter noch auf ihre Figur. Sie verstehen es, einer Frau das Gef\u00fchl zu geben, begehrt und geachtet zu sein. Ich denke jedoch nicht, dass sie mit einem H\u00f6chstma\u00df von Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen die konkrete Frau betreffend gesegnet sind. Vieles ist Rolle. Hier treffen sie sich allerdings, so ist mein Eindruck, mit den polnischen Frauen. Beide Geschlechter wissen offensichtlich recht gut, was sie wollen und versuchen, dies durchzusetzen. Ich hatte jedoch den Eindruck, dass die M\u00e4nner es dabei leichter haben, weil alte Rollenbilder und Privilegien sie heute noch ohne konkrete Gegenleistung erh\u00f6hen und sie sich selbst erh\u00f6hen. Dies zu \u00e4ndern ist vordringlich Sache der Frauen.<\/p>\n<p>Doch habe ich nie zuvor eine so gro\u00dfe Zahl an Direktorinnen und fachlich kompetenten weiblichen Ansprechpartnern getroffen wie in Polen <span style=\"mso-ansi-language: DE;\">\u2013<\/span><span style=\"mso-bidi-font-family: Arial; mso-ansi-language: DE;\"> und M\u00e4nner, die damit offensichtlich souver\u00e4n umgehen konnten und wollten. Ja, wenn ich von dem Selbstbewusstsein und der Selbstsicherheit der polnischen Frau vergleichend sprechen soll, so kann ich sagen, dass ich in der Zahl und Qualit\u00e4t im nationalen Ma\u00dfstab noch keine selbstbewussteren kennenlernen konnte. Wenn das kein Kompliment ist <\/span><span style=\"mso-ansi-language: DE;\">\u2013<\/span><span style=\"mso-bidi-font-family: Arial; mso-ansi-language: DE;\"> f\u00fcr die Frauen wie f\u00fcr die M\u00e4nner, die dies erm\u00f6glichen.<\/span><\/p>\n<p>Doch ob es so bleibt, wenn sich der Kapitalismus in den n\u00e4chsten zwanzig Jahren mit Brachialgewalt und enormer Schnelligkeit durchsetzt? Oder ob dann die Frauen nicht auf die westliche Rolle der Mutter und Konsumentin verwiesen werden? Wir werden sehen.<\/p>\n<p><b style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><span style=\"mso-bidi-font-family: Arial; mso-ansi-language: DE;\">\u00dcber die Dialektik von Zufall und Notwendigkeit<\/span><\/b><\/p>\n<p><span style=\"mso-bidi-font-family: Arial; mso-ansi-language: DE;\">Als wir gestern abends an unserem letzten Abend ein Konzert besuchten, war es nicht irgendeins, sondern in Opole wurde das Requiem von Mozart aufgef\u00fchrt. Dies war ein w\u00fcrdiger Abschluss unserer Reise und hat mich pers\u00f6nlich wie auch die meisten Teilnehmer unserer Reise stark ergriffen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>M\u00e4rz 1991 18.03.91 Mein erstes gro\u00dfes Abenteuer (kleinere gab es zuvor auch schon) muss ich notieren: Wir fuhren also kurz vor der polnischen Grenze schon eine Stunde hin und her, da der Busfahrer wegen des dringenden Wunschs, noch vor der Grenze zu tanken, die Autobahnauffahrt &#8230; <a title=\"Polenreise\" class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.marionschneider.com\/de\/polenreise-2\/\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Polenreise\">weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-2040","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-reisen","infinite-scroll-item","generate-columns","tablet-grid-50","mobile-grid-100","grid-parent","grid-50"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Polenreise - Marion Schneider<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.marionschneider.com\/de\/polenreise-2\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Polenreise - Marion Schneider\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"M\u00e4rz 1991 18.03.91 Mein erstes gro\u00dfes Abenteuer (kleinere gab es zuvor auch schon) muss ich notieren: Wir fuhren also kurz vor der polnischen Grenze schon eine Stunde hin und her, da der Busfahrer wegen des dringenden Wunschs, noch vor der Grenze zu tanken, die Autobahnauffahrt ... weiterlesen\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.marionschneider.com\/de\/polenreise-2\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Marion Schneider\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/Auerstedt\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2013-04-07T15:48:54+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Christina Zaubitzer\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:creator\" content=\"@kbsmarion\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@kbsmarion\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Christina Zaubitzer\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"19\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.marionschneider.com\\\/de\\\/polenreise-2\\\/#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.marionschneider.com\\\/de\\\/polenreise-2\\\/\"},\"author\":{\"name\":\"Christina Zaubitzer\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.marionschneider.com\\\/de\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/e5db63291b2955ce01fd265660ade26e\"},\"headline\":\"Polenreise\",\"datePublished\":\"2013-04-07T15:48:54+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.marionschneider.com\\\/de\\\/polenreise-2\\\/\"},\"wordCount\":3891,\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.marionschneider.com\\\/de\\\/#organization\"},\"articleSection\":[\"Reisen\"],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.marionschneider.com\\\/de\\\/polenreise-2\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.marionschneider.com\\\/de\\\/polenreise-2\\\/\",\"name\":\"Polenreise - Marion Schneider\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.marionschneider.com\\\/de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2013-04-07T15:48:54+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.marionschneider.com\\\/de\\\/polenreise-2\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.marionschneider.com\\\/de\\\/polenreise-2\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.marionschneider.com\\\/de\\\/polenreise-2\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.marionschneider.com\\\/de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Welt &amp; 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